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Helmut Lasarcyk



Eppler-Wappenbeispiel


Die schwäbische Auswandererfamilie Epler (=Eppler, Aeppler)

Orte: Kreis Balingen, Schwaben; Reichau & Einsingen, Galizien
Nebenorte: Jastorf, Winnipeg, Canada, und Walhalla, North Dakota, USA
verwandt mit:  Eppler, Appler, Aeppler, Mauthe, Hell, Kemper, Schoenberger, Linder, Single, Vorreiter, Kreuzer, Buffy, Rothenbusch, Kaufmann, Konzelmann, Martin, Link, Lang, Bechtloff, Schwarzwaelder, Ulrich, Rohs

Die Ursprünge der Familie Eppler=Epler=Aeppler lassen sich bis in den Ort Hossingen (Kreis Balingen bzw. Zollernalbkreis, heute ein Ortsteil von Meßstetten) in Schwaben zurückverfolgen. Der erste in den Kirchenbüchern genannte Vorfahr ist Steffan Eppler, der mit einer Ursula verheiratet war und deren Sohn Hans am 16. August 1604 geboren wurde. Dieser heiratete eine Maria, und sie hatten am 25. Juni 1631 wiederum einen Sohn namens Hans. Noch heute gibt es zahlreiche Eppler-Namensträger in Hossingen, doch einer unserer Vorfahren, Bartle Eppler (geboren 1709), heiratete im Nachbarort Oderdigisheim ein und wohnte dort im Ortsteil Geyerbad auf einer Anhöhe außerhalb des Ortes, der heute noch erhalten ist.

Sein zweiter Sohn, Johannes Eppler (geboren 1738), entschloß sich, zusammen mit seiner Frau Ursula, geborene Linder, und ihren 9 Kindern im Alter von 1 bis 16 Jahren nach Galizien auszuwandern. Kaiserin Maria Theresia und ihr Sohn Kaiser Franz Josef II. hatten auf Grund der 1. Polnischen Teilung die Provinz neu übernommen und warben deutsche Siedler an, die der Wirtschaft im Land voranhelfen und den österreichischen Einfluß stabilisieren sollten. So zog die Familie im Jahre 1783 quer durch Europa zuerst nach Wien, um sich registrieren zu lassen, und dann weiter nach Lemberg. Bei der Registrierung am 10. Juni 1783 schrieb man ihren Namen nur noch als "Epler". Schließlich erhielten sie im Jahre 1788 Grund und Boden zugeteilt in dem neugegründeten Ort Einsingen nordwestlich von Lemberg. Nun waren sie richtige k.u.k. Untertanen geworden.

Haus der Familie Mauthe in Reichau

Innerhalb weniger Jahre folgten rund 15.000 deutsche Siedler diesem Ruf und wurden in (West-)Galizien seßhaft. Sie lebten in einer weitgehend polnisch-ukrainischen Umgebung und machten knapp ein Prozent der Bevölkerung aus. Die meisten von ihnen waren Protestanten, was dabei half, ihre kulturelle Identität mehr als 150 Jahre lang zu wahren. Die Sippe Epler (bzw. Eppler) breitete sich in dieser Zeit stark aus. Kurz nach 1900 wanderte eine Reihe Familien aus Galizien aus, zumeist weil sie von Werbern im Auftrage Bismarcks während des "Kulturkampfs" zur Umsiedlung in die Posener Gegend oder nach Schlesien bewegt werden sollten. Nach 1918 kam dieser Teil Galiziens unter die polnische Staatsherrschaft. Im Jahre 1940 marschierte die Sowietunion ein, und die ehemals deutschen Siedler wurden Ende 1939 ins Deutsche Reich umgesiedelt. Dort sind sie heute weit verstreut ansässig. In Polen erscheint der Name Epler heute gerade noch etwas mehr als 20 mal im Telefonbuch.

Hier die Liste der von uns gefundenen Nachnamen: Epler-Liste

Wir verfolgen das Ziel, diese Auswanderersippe Eppler möglichst vollständig zu erforschen und ihre Geschichte zu dokumentieren. Bisher sind dank der unermüdlichen Forschungsarbeit von Dr. Eduard Christian Epler, Berlin, schon über 1000 Angehörige bzw. Nachkommen dieser Familie des Auswanderers Johannes Eppler bekannt. Manche von ihnen sind in die USA oder nach Kanada ausgewandert, andere nach England, einige sind Polen geworden, doch die meisten leben in Deutschland. Die Erforschung ihrer Erlebnisse ist eine faszinierende Tätigkeit, die europäische Geschichte lebendig werden läßt. Wir rufen alle, die weiteres Material haben, dazu auf, mit uns in Kontakt zu treten. Am einfachsten geht das per eMail: DorisEpler_at_aol.com .

Ein weiteres Ziel ist die Auffindung der verschiedenen Familienstämme, die gemeinsam in Galizien gesiedelt haben. Einige sind schon per Internet gefunden worden: Buffi, Mauthe, Mattern, Kemper.

Zum Einstieg in die Familienforschung Galizien:
http://genwiki.genealogy.net/Galizien

Seit Mai 2000 gibt die Genealogische Forschungsstelle desHilfskomitees der Galiziendeutschen galiziendeutsche Ortsfamilienbücher auf CD-ROM heraus. Anfragen und Bestellungen bitte an http://www.galiziengermandescendants.org/

  
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