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Helmut Lasarcyk






Das neueste Buch:


Der Wissenschaftswahn










"Ich bin uneingeschränkt für Wissenschaft und Vernunft, solange sie wissenschaftlich und vernünftig sind."
~ Rupert Sheldrake

Rupert SheldrakeRupert Sheldrake

... einer der interessantesten und umstrittensten Wissenschaftler unserer Zeit, ist von Hause aus Biochemiker und Zellbiologe: geboren 1942 in Newark-on-Trent (Nottinghamshire), Studium in Cambridge und Harvard, Promotion in Cambridge, später Dozent und Direktor am dortigen Clare College, Research Fellow der Royal Society, Studienaufenthalt in Indien, seit mehreren Jahren - wie schon Darwin vor ihm - Privatgelehrter und Publizist, wohnt in London, verheiratet (mit der Autorin Jill Purce), zwei Kinder.

Sheldrakes Thesen über das Universum haben weltweites Aufsehen erregt. Er wirft einige traditionelle Auffassungen der Chemie und Physik über Bord und vertritt die Theorie der morphischen Felder. Danach liegen jeder Form und jedem Verhalten neben genetisch bedingten Ursachen unsichtbare Konstruktionspläne zugrunde, die die gesamte belebte wie unbelebte Schöpfung prägen. Eignet sich beispielsweise ein Angehöriger einer biologischen Gattung ein neues Verhalten an, wird sein morphisches Feld verändert. Behält er sein Verhalten lange genug bei, beeinflußt die "morphische Resonanz", eine Wechselwirkung zwischen allen Gattungsangehörigen, die gesamte Gattung.

In einem Interview aus dem Jahr 1998 sagt Rupert Sheldrake: "In Cambridge wurden mir die großen Begrenzungen der biologischen Theorie bewußt. Ich ging dann, um mehr über tropische Botanik zu lernen, für ein Jahr nach Malaysia, wo ich an der Universität arbeitete. Das war 1968. Auf dem Weg dorthin reiste ich drei Monate lang durch Indien. Das beeindruckte mich enorm. Plötzlich sah ich diese erstaunliche Kultur, die ich total faszinierend fand, die Reichtümer und Tiefen hatte, die über alles hinausgingen, was man mir jemals in England beigebracht hatte. Ich begann, mich für Meditation zu interessieren. ... Ich wollte nicht mit der engen, reduktionistischen Naturwissenschaft in Cambridge weitermachen. So fand ich eine Tätigkeit in Indien, an einem internationalen Ackerbauinstitut. Dort konnte ich wirklich wissenschaftlich arbeiten, indem ich mich um indische Getreidefelder kümmerte ... Später traf ich Pater Bede Griffiths, der in Indien mein hauptsächlicher Lehrer war. Ich lebte anderthalb Jahre lang in seinem Aschram. Er war ein Benediktinermönch, der in Indien lebte und vielen Aspekten der indischen Spiritualität folgte, wobei er aber ein Westler mit westlichen Ansichten blieb. Für mich stellte er eine Brücke zwischen diesen beiden Kulturen dar, und er half mir, mich mit den mystischen Traditionen des Christentums rückzuverbinden, dem Kern der christlichen Tradition, über den ich als Kind nie wirklich etwas gehört hatte" (aus: esotera 12/98). 

In seinem 2012 erschienenen Buch Der Wissenschaftswahn fordert Sheldrake ein neues, grenzüberschreitendes Denken in den Naturwissenschaften. Weiteres auf seiner Homepage (auch auf Deutsch): www.sheldrake.org